Natursteine – der Baustoff der Natur

Mit dem Naturstein liefert uns die Natur einen einzigartigen Baustoff, der durch seine Eigenschaften und seinen Variationen unzählige Anwendungsbereiche hat Wenn über Baustoffe gesprochen wird, denken die meisten Menschen an Beton, Holz oder Backstein. Doch die Natur stellt uns einen langlebigeren Baustoff mit ausgezeichneten Eigenschaften zur Verfügung: den Naturstein

Dadurch, dass der Naturstein nicht produziert oder künstlich hergestellt werden muss, fließt deutlich weniger Energie in die Schaffung des Werkstoffes. Durch den Einsatz dieses natürlichen Baustoffs kann zusätzlich ein Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels geschaffen werden.

Naturstein-Terrassenplatten

Zusätzlich kann durch kürzere Transportwege die CO2 Bilanz noch weiter verbessert werden. Deshalb bieten wir bei aestivate Ihnen eine Vielzahl europäischer Natursteine an.

Der Naturstein wird eingesetzt für hochwertige Terrassenplatten für den Garten oder auch als Blockstufen für eine Treppe. Hier werden oftmals Granite eingesetzt, da sie besonders robust und frostbeständig sind. Auch in luxuriösen Innenräumen sind Natursteine wie Marmorfliesen oder Kalksteinfliesen zu finden.

Im öffentlichen Raum wie Einkaufszentren oder Flughäfen findet man Natursteine hauptsächlich als Bodenplatten oder auch als Fassaden wieder. Insbesondere Quarzitfliesen und auch Kalksteinfliesen – wie den deutschen Jura Marmor – sind hier zu finden. Aber was genau ist eigentlich ein Naturstein?

Was ist ein Naturstein?

Natursteine entstammen aus der Erdkruste und sind ein natürlich entstandenes Gemenge verschiedener Mineralien (Abraxas Stone Experts GmbH). Natursteine, welche im Gegensatz zu Sanden und Kiese weiterverarbeitet werden können, werden als Naturwerkstein bezeichnet.

Natursteine sind im Gegensatz zu vielen anderen Baustoffen wie Beton somit nicht künstlich hergestellt, sondern werden lediglich nach dem Abbau auf die gewünschte Form – z.B. Terrassenplatten – zugeschnitten und oberflächlich behandelt. Die Oberfläche wird im Außenbereich meist geflammt oder gestockt und im Innenbereich gebürstet oder poliert.

Warum Naturstein ?

Neben den ökologischen Vorteilen des Natursteins überzeugen vor allem die technischen Eigenschaften des Materials. So zeichnen sich Granite durch hohe Robustheit, Frostbeständigkeit und Langlebigkeit aus. Quarzite werden sogar aufgrund Ihrer Abriebfestigkeit als Bodenbelag an hochfrequentierten Flächen wie Bähnhöfen eingesetzt, den täglich viele Tausende Menschen überlaufen. Auch als Poolrandplatten in Thermen finden Sie Einsatz, wo man häufig den Silber-Quarzit wiederfindet. Kalksteine wiederum sind aufgrund ihrer warmen, oftmals beigen Farbe sehr beliebt als Fliesen für den Innenbereich, aber auch als Kalksteinplatten auf Terrassen, sofern sie frostbeständig sind.
Daneben sind Natursteine durch Ihre Optik einzigartig und vielfältig. Doch was sind eigentlich Kalksteine, Granite und Co. ?

Naturstein harmoniert mit der Natur

Welche Natursteine gibt es ?

Granite, Marmore, Kalksteine – man kann schnell den Überblick verlieren unter all den verschiedenen Bezeichnungen. Wir geben Ihnen hier eine Übersicht der bekanntesten Natursteine.
Im Volksmund unterteilt man Natursteine in Hartgesteine und Weichgesteine. Die Unterteilung leitet sich durch die manuelle Bearbeitung der Steine durch den Steinmetz her.

Hartgesteine

Zu den wichtigsten Hartgesteinen zählen Granite, Quarzite und Gneise. Diese unterscheiden sich nicht nur optisch voneinander, sondern auch durch Ihre Entstehung und Einsatzbereiche

Granite sind meist gräuliche, manchmal rötliche oder gelbliche Natursteine, die mehrheitlich aus Quarz, Feldspat und Glimmer bestehen. Man erkennt sie leicht an der gepunkteten Struktur und sie sind überall im Außenbereich zu finden. Als Granitplatten auf Terrassen oder Pflastersteine in verschiedenen Städten. Auch Granitblockstufen sind sie beliebt durch ihre Witterungsbeständigkeit und Trittsicherheit im Außenbereich. Die Oberfläche von Graniten wird meist geflammt oder auch mal gestockt. Kommt Granitpflaster zum Einsatz ist die Oberfläche und auch die Seiten der Steine meist gespalten  Bekannte Granite sind zum Beispiel der Tjörn Gra, ein skandinavischer warm-grauer Granit oder auch der Pedras Salgadas aus Portugal, der eine weißlich-graue Optik hat. Wie unterschiedlich Granite wirken können, sehen Sie in unserer kleinen Auswahl an Terrassenplatten

Gneise haben im Gegensatz zu den Graniten oftmals eine lebendige Struktur. Gneise sind durch Metamorphose, also einer natürlichen Umwandlung unter hohem Druck, entstanden. Genauso wie die Granite sind sie sehr hart, witterungsbeständig und werden oberflächlich wie Granite behandelt, wodurch sie im Volksmund oftmals vereinfacht als Granit bezeichnet werden. Der Långås röd zum Beispiel ist ein rötlich-schwarzer Gneis aus Skandinavien, welcher besonders als Terrassenplatten als auch Blockstufen eingesetzt wird. Durch seine rötlich-wellige Struktur harmonisiert er mit dem Garten.

Quarzite zeichnen sich besonders durch Ihre Härte aus. Sie sind fast unverwüstliche Natursteine. Ein bekannter Vertreter dieser Gruppe ist der Kiruna Quarzit oder auch Alta Quarzit genannte Naturstein aus Norwegen. Das Erscheinungsbild von Quarziten ist meist sehr einheitlich in der Farbgebung. Quarzite werden oftmals aus großen Blöcken gespalten, wobei die Oberfläche meist rau erhalten bleibt. Da diese dadurch rutschfest und gleichzeitig den Stein authentisch wirken lässt, bleibt die Oberfläche dieser Hartgesteine meist spaltrau. Für den Innenbereich werden oftmals auch geschliffene Oberflächen angeboten

Silberquarzit im Pool

Weichgesteine

Zu den Weichgesteinen zählen unter anderem Marmor, Kalkstein und Sandstein. Sie sind hauptsächlich eher für den Innenbereich geeignet und wirken durch Ihre meist weiß bis beige Optik in ihrer Erscheinung wärmer.

Marmor ist vor allem bekannt durch luxuriöse Raumgestaltng in Villen und Penthouses. Der italienische Bianco Carrara Marmor ist hierbei der weltweit beliebteste Naturstein unter den Marmoren. Durch seine weiß-gräuliche Struktur wirkt er sehr edel in Innenräumen. Sein schwarzes Pendant ist hierbei der Nero Marquina, welche eine schwarze Optik mit weißen Einschlüssen aufweist. Sehr beliebt ist auch die Schachbrett-Kombination beider Materialien.

Marmor generell ist nur im Innenbereich eingesetzt und ist oberflächlich meist poliert oder geschliffen. Entstanden sind sie – ähnlich dem Gneis – durch Metamorphose (Umwandlung) unter hohem Druck. Schon Michelangelo hat mit Marmor gearbeitet, insbesondere aufgrund der Verbindung der edlen, weißen Optik mit der leichteren handwerklichen Bearbeitung im Gegensatz zu den Hartgesteinen.

Versteinerter Ammonit im Jura Kalkstein

Kalksteine bestehen – wie der Name schon sagt – überwiegend aus Kalk (Calciumcarbonat). Entstanden sind diese Art der Natursteine durch Ablagerungen organischer Materialien wie z.B. Muscheln. Daher erkennt man in vielen Kalksteinen versteinerte Fossilien wie Seelilien (Crinoide) oder Muscheln.

Besonders erkennbar sind diese Fossilien im Jura Kalkstein, ein deutscher Natursteinklassiker, der weltweit verbaut wird. Der dichteste Kalkstein der Welt ist der Solnhofener Kalkstein, auch Solnhofener Platten genannt. Seine einzigartige beige Optik zeichnen diesen besonderen Naturstein aus. Manche Kalksteine sind auch als Kalksteinplatten für Terrassen im Garten einsetzbar. Wichtig ist hierbei, dass der Kalkstein frostbeständig ist und trittsicher bearbeitet werden kann. Die Oliva Kalksteine sind hierbei bewährte Natursteine für den Außenbereich. Diese können als Terrassenplatten und auch Blockstufen für den Garten eingesetzt werden.

Sandsteine sind leicht an ihrer sandigen Struktur und Optik zu erkennen. Äußerlich sind sie meist relativ homogen mit farblich erkennbaren Schichten im Gestein. So ist zum Beispiel der Obernkirchener Sandstein ein besonders harter Sandstein, der sich gut für Natursteinfassaden eignet. Neben den Fassadenplatten sind Sandsteine für Trockenmauern beliebt. Der Wesersandstein aus Deutschland ist dabei ein bewährtes Material zum Bau von Mauern in Gärten wie auch als Sitzblöcken für grüne Klassenzimmer. Dies sind Außenbereiche an Schulen und Kindergärten, an denen Naturstein-Sitzblöcke die Sitzgelegenheiten für die Schüler darstellen.

Sandsteinmauer